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4,5 Prozent werden gefordert

Die Mitglieder der Tarifkommission für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie stellten die Weichen für die Tarifrunde 2017. Zwei passgenaue Forderungen wurden beschlossen. „Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen sollen um 4,5 Prozent steigen und der Tarifvertrag zur Altersteilzeit soll zu besseren Konditionen verlängert werden“, sagte Barbara Schöppner, Mitglied der NRW-Tarifkommission und Betriebsratsmitglied von Mann+Hummel Vokes Air in Hasslinghausen.

Intensiv diskutierten die Kommissionsmitglieder die wirtschaftliche Lage der Branche, bevor sie die Forderungen beschlossen. Die Gesamtwirtschaft in Deutschland läuft rund. Es gibt Wirtschaftswachstum und der Exportmotor brummt. Auch die Konjunktursituation bei Textil ist gut. Bei der Bekleidungsindustrie sind stellenweise Eintrübungen zu erkennen. Das ist jedoch kein Grund sich abhängen zu lassen.

Deshalb passt die Forderung nach Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten in die tarifpolitische Landschaft. Die Altersteilzeit ist und bleibt ein wichtiges Instrument, um den Beschäftigten einen früheren Arbeitsausstieg zu ermöglichen. Dazu bedarf es verbesserter Konditionen, sowie einer Verbesserung der 2 % Quote.

Der Vorstand der IG Metall hat auf seiner Sitzung am 7. November 2016 der fristgerechten Kündigung der Tarifverträge für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie zum 31. Januar 2017 zugestimmt. Erster Verhandlungstermin ist der sechste Dezember in Ingolstadt. Spätestens dann wird sich erweisen, ob der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite eine harte Auseinandersetzung bevorsteht oder ob es gelingt, rasch zu einem akzeptablen Kompromiss zu gelangen. Das hängt auch davon ab, wie sich die Beschäftigten für diese Forderungen gemeinsam engagieren.

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