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Einarbeitungs- und Qualifizierungsprogramm vereinbart

Sprockhövel. Nach dem Neu-Aufbau einer hochmodernen Eloxalanlage im Gewerbegebiet Stefansbecke konzentriert sich die Eigentümerin WKW Automotive ausschließlich auf die Fertigung von Automotive-Teilen wie z.B. Dachrelingstangen. Diese Neuausrichtung hat eine Reduzierung der Zahl der Beschäftigten am Sprockhöveler Standort zur Folge. Betriebsrat und IG Metall gelang es jedoch betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern.

Ende März 2014: Wie ein Keulenschlag traf die Beschäftigten der Faulenbach GmbH die Nachricht, dass ein Großbrand die Fabrikationshalle des Aluminium verarbeitenden Betriebes und damit ihre Arbeitsplätze am Eichenhofer Weg in Sprockhövel vernichtet hatte. Über 100 Feuerwehrkräfte aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, Wuppertal, Dortmund und Hagen brachten mit einem Großeinsatz vor über einem Jahr den Brand unter Kontrolle bei dem sowohl Gebäude als der gesamte Anlagenbereich schwere Schäden davon trugen.

Das vor über vierzig Jahren gegründete Unternehmen, gehört seit Ende 2012 mehrheitlich zur
Walter Klein GmbH & Co.KG – WKW Automotive – mit Sitz in Wuppertal. Mit der Produktion in der Stefansbecke werden die steigenden Volumina der Erbslöh Relingsystem GmbH sowie der anderen, zu WKW Automotive gehörenden Veredlungsbetriebe bedient.

Der Wiederaufbau des Betriebes, der im Frühjahr 2015 abgeschlossen wurde, aber vor allem die unternehmerische Entscheidung über die künftige Produktstruktur und daraus resultierend die personellen Folgen machten Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung über einen Interessenausgleich notwendig. „Es gelang uns zu vereinbaren, dass ab 1. Januar 2016 fünfzehn Beschäftigte in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bei West Aluctec GmbH wechseln“, sagte IG Metall-Sekretär Sven Berg. Sollten in dem neuen Unternehmen in den ersten neun Beschäftigungsmonaten betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden, haben die Betroffenen ein Rückkehrrecht zu WKW Automotive.

Positiv bewertet der Betriebsratsvorsitzende Ekrem Serifoglu, dass es gelungen ist, im Interessenausgleich ein „Einarbeitungs- und Qualifizierungsprogramm“ für die am Standort Sprockhövel verbleibenden Kollegen festzuschreiben. Dieses Programm ist aufgrund der neuen modernen Eloxalanlage erforderlich geworden.

„Die Erhebung des Einarbeitungs- und Schulungsbedarfes wird durch die Führungskraft und den Betriebsrat in enger Abstimmung mit dem jeweiligen Beschäftigten durchgeführt“, so Ekrem Serifoglu. Die Ergebnisse der Verhandlungen wurden den Beschäftigten Ende 2015 in einer Betriebsversammlung dargestellt.

Foto: Neue Werkshallen in der Stefansbecke – Foto: IGM GH

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