Wir in den Betrieben

Kalenderblatt Februar: EZM EDELSTAHLZIEHEREI MARK – Wir ziehen durch

Der erste Monat des neuen Jahres ist schon wieder ins Land gezogen und wie angekündigt, möchten wir euch an dieser Stelle unseren „Betrieb des Monats“ aus unserem IG Metall Witten Kalender vorstellen.

Diesen Monat an der Reihe: Die Kolleginnen und Kollegen von EZM.

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Auf dem Bild zu sehen (v.links n.rechts ): Dieter Streckert, Horst Bosold, Michael Dörrer, Tayfun Gün, Guido Hoffstiepel, Ralf Dümpelmann, Torsten Schäfer. Foto: Thomas Range

Die EZM EDELSTAHLZIEHEREI MARK produziert gezogenen, geschliffenen, polierten Blankstahl sowie Normprofile und zeichnungsgebundene Sonderprofile in nahezu allen Stahlwerkstoffen. An den drei Standorten Wetter-Wengern, Witten und Werdohl-Bärenstein sind zurzeit 253 Kolleginnen und Kollegen beschäftigt. Die hochwertigen Erzeugnisse finden ihren Einsatz schwerpunktmäßig im Anlagen- und Maschinenbau, im Bereich Automotive und in der Energie- und Medizintechnik (www.ezm-mark.de).

Das Unternehmen blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Von der Grundsteinlegung des „Stahlwerks Mark“ im Jahr 1906 bis zur Trennung vom Thyssenkrupp Konzern im Jahr 1997 aus der dann schließlich die EZM EDELSTAHLZIEHEREI MARK hervorging, durchlief der Betrieb und dessen Beschäftigte viele Stationen.

„Wir sind 1997 über MBO (Management Buy-Out) aus dem Thyssenkonzern ausgeschieden. Dies bedeutet aber auch, dass einige Kolleginnen und Kollegen in der fünften Firma sind. Über Edelstahlwerk Witten AG zu Thyssen Edelstahlwerke AG nach Thyssen Draht AG. Ausgliederung in die Edelstahlzieherei Mark GmbH und dann zur EZM Edelstahlzieherei Mark GmbH“, erinnert sich Dümpelmann.

Der langjährige aktive Metaller und Betriebsratsvorsitzender, hat vieles in der wechselhaften Geschichte von EZM miterlebt. 1979 hat er am Standort Wengern als Schlosser angefangen und wurde 1984 in den Betriebsrat gewählt, dessen Vorsitzender er seit 1993 ist. Eine der aktuell größten Herausforderungen des Gremiums, sind die bereits seit 2012 laufenden Gespräche und Verhandlungen im Zuge der Sanierung von EZM.

Wie viele andere Unternehmen der Stahlbranche, geriet auch EZM unter anderem auch in der Folgezeit der Banken- und Finanzkrise in wirtschaftlich schwieriges Fahrwasser. Die Geschäftsführung forderte daraufhin den Verzicht der Beschäftigten auf angefallene Überstunden und Teile des Entgelts.

In den Verhandlungen um einen Sanierungstarifvertrag im Jahr 2012, konnten Betriebsrat und IG Metall die eingebrachten Entgelte über einen Besserungsschein absichern und eine Beschäftigungssicherung für die Kolleginnen und Kollegen durchsetzen. Der jetzige Sanierungstarifvertrag läuft noch bis Ende 2018. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis dahin ausgeschlossen und die Arbeitsplätze der Beschäftigten gesichert.

Weitere Herausforderungen für den Betriebsrat in diesem Jahr: Der Umzug des Standortes Bärenstein (außer Beize) nach Wengern (Interessenausgleich und Sozialplan), sowie die Klärung der möglichen Beschwerden zur Leistungsbeurteilung.

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