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„Krisengewinne abschöpfen – Kosten deckeln!“

IG Metall startet Energiekampagne: Entlastung für alle!

Angesichts der unter anderem durch die Energiekosten getriebenen Inflation ruft die IG Metall die Bundesregierung dazu auf, dringend weitere Entlastungen auf den Weg zu bringen. Insbesondere Bürger*innen mit geringen oder normalen Einkommen sind bei den bisherigen Energiepaketen zu kurz gekommen. Für eine gerechte Bewältigung der Preis-Krise hat die IG Metall jetzt eine Unterschriftenkampagne gestartet.

Die Forderung:

„Krisengewinne abschöpfen – Kosten deckeln!“

Clarissa Bader, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Ennepe-Ruhr-Wupper: „Die Profitgier Einiger Weniger treibt die Preise. Unternehmen reichen gestiegene Kosten weiter. Beschäftigte können das nicht. Bei dieser horrenden Inflation muss jetzt die Politik dringend handeln.“ Weder die Tarifpartner und erst recht nicht die Bürgerinnen und Bürger könnten die anhaltende Inflation beenden. Darum brauche es jetzt auch politische Maßnahmen, die bis ins kommende Jahr wirkten. „Wir fordern, dass Krisengewinne abgeschöpft und Kosten gedeckelt werden. Eine Übergewinnsteuer muss her, sowie ein Gaspreisdeckel, niedrigere Strompreise und Entlastungen. Und das nicht nur kurzfristig!“, so Bader weiter.

Der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Ennepe-Ruhr-Wupper, Mathias Hillbrandt weiß: „Bei jeder Fahrt an die Zapfsäule, bei jedem Gang an die Kasse: Diese Inflation und der Gedanke an die nächste Strom- und Gasrechnung belasten alle und gerade Geringverdiener enorm. Die Politik muss für mehr Gerechtigkeit sorgen.“

Konkret fordert die IG Metall weitere und gerechtere Maßnahmen über die bestehenden Entlastungspakete der Bundesregierung hinaus. Eine Sondersteuer auf Übergewinne soll Unternehmen beschränken, die ihre Marktmacht rücksichtslos ausnutzten und mit diesen Einnahmen können weitere staatliche Entlastungen finanziert werden. Dazu zählt ein Gaspreisdeckel von 7,5 Cent je Kilowattstunde für einen Grundverbrauch bis 8000 kWh. Das Preislimit soll zudem für bei der Stromproduktion eingesetztes Gas gelten, um auch hier die Kosten zu begrenzen.

Darüber hinaus gehörte die soziale Schieflage in den bisherigen Entlastungspaketen beendet: Rentner*innen, Studierende und Erwerbslose seien bislang etwa bei der Energiepreispauschale leer ausgegangen. „Insbesondere die Schwächsten erwarten zurecht staatliche Eingriffe bei dieser Krise“, so Clarissa Bader. Die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung auch auf Druck der IG Metall wiesen in die richtige Richtung, greifen aber zu kurz.

Neben den IG Metall-Mitgliedern und Beschäftigen in den Betrieben können sich alle Bürgerinnen und Bürger in der Region online an der Unterschriftenaktion beteiligen unter igmetall.de/deckel-drauf

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