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Mehr Geld und verbesserte Altersteilzeit für die Textil- und Bekleidungsindustrie

4. Tarifverhandlung in der Textilindustrie führte nach 14 Stunden zum Ergebnis!

Vereinbart wurde die Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,3 Prozent ab dem 01. Februar 2022 und um 1,4 Prozent ab dem 01. Oktober 2022. Die Ausbildungsvergütungen steigen ab dem 01. August 2022 um 30 Euro in allen Ausbildungsjahren.

Für das Jahr 2021 wurde eine steuer- und abgabefreie Corona-Prämie in Höhe von 325 Euro vereinbart (auch für die Auszubildenden). Das Urlaubsgeld wird ab 2022 um 2 Prozent erhöht. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 25 Monaten bis zum 28. Februar 2023.

Außerdem wird der Tarifvertrag zur Altersteilzeit fortgeführt und sichert den Beschäftigten einen guten Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Die Arbeitgeber zahlen mehr zum Altersteilzeitentgelt dazu: der Aufstockungsbetrag steigt ab dem 01. Juli 2021 auf 630 Euro und ab dem 01. Juli 2022 auf 650 Euro. Zudem erhöhen die Arbeitgeber ihre Zahlungen in einen Fonds zur Aus- und Weiterbildung von 12,50 Euro auf 15 Euro je Beschäftigten im Jahr.

In den letzten 1,5 Wochen haben sich über 2200 Beschäftigte in 25 Betrieben der Textilindustrie trotz Schnee und Corona – mit Abstand und Masken – an Warnstreiks beteiligt. „Die Beschäftigten haben in der Coronakrise unter enormen Belastungen großartige Arbeit geleistet. Dieser Abschluss ist eine Anerkennung für diesen Einsatz“, sagte der Verhandlungsführer der IG Metall, Manfred Menningen, am heutigen Dienstag in München.

„Mit dem Verhandlungsergebnis ist es uns unter denkbar schwierigen Bedingungen gelungen, eine spürbare Reallohnerhöhung durchzusetzen. Im September 2020 haben sich zuletzt in der Branche die Löhne und Gehälter um 2,3 Prozent erhöht, so dass in der Gesamtbewertung von einem guten Kompromiss gesprochen werden kann“, kommentiert Sabrina Jaeger, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall-GS Ennepe-Ruhr-Wupper.

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