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Vertrauensleute: Stark aufgestellt in der Region

„Wir machen Gewerkschaft“ lautete der selbstbewusste Slogan der IG Metall für die Vertrauensleutewahlen 2020.

Vertrauensleute sind aktive IG-Metall-Mitglieder und das Gesicht der Gewerkschaft im Betrieb. Sie informieren und beteiligen die Belegschaft und setzen sich gemeinsam mit den Betriebsräten für eine erfolgreiche Mitbestimmung ein. Zugleich sind aber auch Ansprechpartner für ihre Kolleginnen und Kollegen.

Für eine erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit ist es unerlässlich viele qualifizierte und engagierte Vertrauensleute zu haben. Alle vier Jahre geht es in vielen Betrieben darum, neue Vertrauensleute zu wählen.

Doch die letzten Wahlen 2020 waren eine ganz besondere Herausforderung. Corona hat auch die VL-Arbeit in den Betrieben erschwert. Dennoch konnten in vielen Betrieben mit guten Hygiene-Konzepten und Abstand gewählt werden. Dort wo dies nicht möglich war, haben sich dennoch viele Mitglieder bereit erklärt als Vertrauensmann/frau aktiv zu werden und wurden vom Ortsvorstand als Vertrauensleute benannt.

Insgesamt gibt es nun in der Geschäftsstelle Ennepe-Ruhr-Wupper in 16 Betrieben Vertrauenskörper. Das Spektrum der Betriebe ist dabei sehr vielfältig. Vom großen Stahlbetrieb DEW in Witten bis zum kleinen Getriebeproduzenten O&K in Hattingen.

„Unser Ziel war es, die vorhandenen Vertrauenskörper zu stabilisieren und möglichst neue und junge Kolleginnen und Kollegen zu gewinnen.“, so Emel Cetin, Gewerkschaftssekretärin.

Mit knapp 450 Vertrauensleuten in der Region ist es gelungen, die zukünftige VL-Arbeit auf ein breites Fundament zu stellen. Auch der Anteil an „reinen“ Vertrauensleuten, d.h. an Mitgliedern, die kein betriebsverfassungsrechtliches Amt innehaben ist mit knapp 250 auf einem guten Niveau. „Wir konnten in den Betrieben insgesamt 86 Mitglieder erstmalig dazu motivieren sich als Vertrauensmann oder Vertrauensfrau zu beteiligen. „Knapp ein Drittel der VL ist neu im Amt“, so Maurice Eichler (DEW Witten), Sprecher des örtlichen Vertrauensleute-Ausschusses. „Jetzt geht es darum, die neuen gut zu qualifizieren und zu vernetzen.“

Auch viele junge Menschen haben Lust sich engagieren. Ebenfalls knapp ein Drittel der VL sind unter 35. „Gerade bei den Vertrauensleuten brauchen wir die Stimmen der jungen Kolleginnen und Kolleginnen“, so Robin Libuda (O&K Antriebstechnik)

Wie sieht es bei den Vertrauensfrauen aus? „Ohne Betriebsrätinnen haben wir 25 Vertrauensfrauen in der GS. Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben“, so Emel Cetin. „Gemeinsam mit den IG Metall Frauen werden wir uns überlegen, wie wir uns dort perspektivisch besser aufstellen können.“

Das Fundament für die zukünftige Vertrauensleute-Arbeit ist gelegt. Jetzt geht es darum, gemeinsam und solidarisch die Herausforderungen in den Betrieben, in den Tarifrunden und in der Gesellschaft anzugehen.

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